Burghausen & Südostbayern

Eine Studienreise durch das bayerische Spätmittelalter

vom 26. bis 30. März 2019 mit Melanie Goldbrunner

vom 10. bis 14. Juni 2019 mit Melanie Goldbrunner

vom 19. bis 23. August 2019 mit Melanie Goldbrunner

vom 14. bis 18. Oktober 2019 mit Melanie Goldbrunner

Die Gegend zwischen Burghausen, Neuötting und Straubing wird oft als Grenzland zwischen den beiden Bayern – dem Ober- und dem Niederbayern vernachlässigt. Aber in dieser charmanten Region warten viele unentdeckte Perlen auf Sie. Auf dieser fünftägigen Reise durch das bayerische Spätmittelalter erfahren Sie mehr über intensiven Salzhandel, mittelalterliche Burgen und frühbarocke Architektur in Südostbayern. Von der Salzhandelsstadt an der Salzach aus werden weitere Ausflüge in die Region unternehmen.

1. Tag                                    

Anreise nach Burghausen 

Individuelle Anreise nach Burghausen. Nach einem gemeinsamen Kennenlernen und Mittagessen beginnt  die Erkundung der Umgebung. In einem 2 stündigen Spaziergang erfahren wir mehr über die Geschichte der Stadt und sprechen über Handelsbeziehungen an den großen Bayerischen Flüssen damals und heute. Die Anlage des spätmittelalterlichen Stadtplatzes und die Gesamtkomposition von Stadt mit Burg hoch über der Stadt entdecken wir aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. Mittelalter und bürgerliches Spätbarock liegen hier direkt nebeneinander.

 

 

 

2. Tag

Burghausen – Raitenhaslach

Nach dem Frühstück geht es gemeinsam auf die längste Burganlage der Welt. Während einer Burgführung erfahren wir mehr über die Geschichte der Burg und über das Alltagsleben der Menschen: Was unterschied den Alltag des Hofzeremonienmeisters von den Tätigkeiten eines Verwaltungsbeamten des Herzogtums Bayern-Landshut? Wie wurde auf der Burg gelebt? Warum entschied man sich für Burghausen als Resizdenzstadt und was blieb davon übrig? Bei bayerischen Regionalitäten im Klostergasthof Raitenhaslach können wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen über das Spätmittelalter unterhalten. Gestärkt geht es dann die Klosteranlage zu erkunden. Die heute von der TU München gepachteten Gebäude sind aufs Beste renoviert worden und beherbergen akademische Symposien und vielerlei Konzerte. Die Klosterkirche Raitenhaslach, im Kern romanisch, wurde aber im späten 17 Jahrhundert umfassend barockisiert und zur Georgskirche ausgebaut. Von Raitenhaslach aus spazieren wir gemeinsam zurück nach Burghausen. Zum Abendessen geht es heute in das Weinhaus Pachler, gegenüber von Burghausen im österreichischen Ach. 

 

 

3. Tag         

Marienberg - Asten - Tittmoning - Laufen

Der heutige Tag nähert sich wieder den Themen Volksfrömmigkeit, Kirchenpolitik und Salzhandel. Wir fahren zur Wallfahrtskirche Marienberg. Hoch oben auf dem Salzachufer wurde eine kleine Kapelle zu einer barocken Perle der Marienwallfahrt ausgebaut. Dort erfahren wir, warum diese Kirche im Gegensatz zu den Kirchen Altöttings steht und betrachten die Deckenmalereien und die Architektur etwas genauer. Weiter geht es nach Asten. Das kleine Dorf war früher der Nordzipfel des Territoriums des Erzbischofs von Salzburg. Bei klarem Himmel werden wir dort mit einem wunderbaren Alpenpanorama beschenkt. Von Asten aus fahren wir nach Tittmoning. Hinter dem zentralen Stadtplatz reihen sich hier eindrucksvoll ausgeschmückte Kirchen aneinander und man hat fast das Gefühl in Rom zu sein.

Die Stadt Laufen wird ebenfalls von der Salzach umflossen. Zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert war sie als Wirtschaftsstandort gleichauf mit der Bedeutung von Salzburg. Allerdings trat mit dem Niedergang der Salzachschiffahrt und der Grenzziehung von 1779 auch die wirtschaftliche Austrocknung des Stadt ein. Von dem ehemaligen Reichtum zeugen heute noch die mittelalterlichen Häuserblöcke. 

 

 

 

4. Tag

Alt- und Neuötting - Marktl am Inn

Heute führt uns die Route in das Zentrum der bayerischen Marienwallfahrt. Altöttig wartet mit seinen vielen Kirchen rund um den Stadtplatz auf uns. Die Devotionalienhändler lassen wir bei Seite und besuchen unter anderem die Gnadenkapelle und das Bethlehempanorama. Nach dem erbaulichen Vormittag in Alt- und Neuötting brechen wir zum Mittagessen nach Pleiskirchen auf. Unser Ziel ist der Huberwirt. Eine Gastwirtschaft, die seit über 300 Jahren in Familienbesitz ist. Hier Genießen wir ein Mittagessen aus dem Team des bayerischen Sternekochs Alexander Huber. Auf der Rückfahrt machen wir einen kleinen Abstecher nach Marktl am Inn. Der Geburtsort von Papst Benedikt XVI. erlebte mit seiner Papstwahl einen wahren Hype. Wir besichtigen das Geburtshaus und nehmen uns bei gutem Wetter noch Zeit für einen Spaziergang am Inn. Zurück in Burghausen treffen wir uns noch einmal für einen kurzen Abendrundgang über die beleuchtete Burg. 

                                                                           

5. Tag                   

Mühldorf - Rückreise

Wir treffen uns ein letztes Mal auf der österreichischen Seite der Salzach um einen abschließenden Blick auf die gesamte Burganlage zu haben. Wir fahren gemeinsam übers Land nach Mühldorf. Heute Teil der „Metropolregion München“ ist auch Mühldorf eine Stadt mit mittelalterlichem Kern und wurde durch den Rokkoko in ein Augenschmankerl verwandelt. Wir spazieren über den Stadtplatz, lernen die Häusergassen kennen und geniessen noch ein letztes Mittagessen im Traditionsgasthaus Spirkl. Am Nachmittag individuelle Rückreise.

 

  

 

 

 

 

Ihr Reiseleiter:

Das Studium der Kunstgeschichte, Byzantinischen Kunstgeschichte und Volkskunde absolvierte ich an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dazu kommt ein Jahr Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaften an der Università di Studi La Sapienza in Rom. Mein Interesse gilt schon seit Kindheit an dem Leben der Menschen und wie sie Dinge tun. Dazu passt meine Studienwahl ausgezeichnet. Denn Kunst ist für mich Kultur und Geschichte zusammen in ein Objekt gegossen. Sei das Objekt nun ein Bauwerk, ein Mosaik, eine Skulptur oder ein Teppich. Schon das Studium finanzierte ich mir durch Führungen durch die Münchner Museenlandschaft. Auch meine Zeit in Rom erweiterte meine beruflichen Erfahrungen mit Führungen durch die ewige Stadt. Privat entdeckte ich bereits mit jeweils langen Aufenthalten in Nord- und Südamerika eine weitere Seite der Welt. In jüngster Vergangenheit kam sogar Ostchina und ein Teil der Taklamakan-Wüste hinzu. Interessierten zu zeigen, wie Menschen andernorts leben, was sie dort bewegt und wie sich das tradierte Wissen vergangener Generationen ins hier&heute erhält, macht mir große Freude und ist Antrieb meiner Arbeit.