Potsdam & Brandenburg

Streifzüge durch das Märkische Land im Advent

vom 25. November bis 02. Dezember 2018 mit Dr. Michael Groß

Theodor Fontane hat den Kultur-Reisenden mit seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ das Gebiet zwischen Elbe und Oder als Erster schmackhaft gemacht. Vieles von dem, was er beschrieben hat, existiert nicht mehr, aber die Region ist im Umfeld des pulsierenden Berlin wie ein Phönix aus der Asche wiederauferstanden. Ausgehend von Potsdam erkunden wir zahlreiche historische Städte und Kleinode der Kunst und wollen auch Berlin einen Besuch abstatten.

1. Tag                                    

Anreise nach Potsdam

Individuelle Anreise nach Potsdam. Treffpunkt 17.00 Uhr zu einem ersten kurzen Stadtspaziergang und anschließendem gemeinsamen Abendessen.

 

2. Tag

Stadt Brandenburg

Auf Talsandinseln zwischen den Flussarmen der Havel gelegen, hat der Ort schon früh an Bedeutung gewonnen: zunächst als befestigter Flussübergang, dann seit Otto I. als Sitz eines Bistums. Beim Slawenaufstand 983 ging es dem Reich verloren und blieb es bis Mitte des 12. Jahrhunderts. Seit dem 13. Jahrhundert teilte sich die Stadt, durch die Havel getrennt, in drei Stadtteile auf: Altstadt, Neustadt und Dominsel. Der Dom erfuhr seit dem 14. Jahrhundert eine gotische Überformung, er ist reich an mittelalterlichen Kunstwerken wie dem sogenannten Böhmischen Altar und der Triumphkreuzgruppe. Weiterhin sehen wir u.a. die Katharinenkirche, das Altstädter Rathaus und die Pfarrkirche St. Gotthard.   

 

3. Tag         

Potsdam

Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm begann nach 1660 Potsdam zur zweiten Residenz des Kurfürstentums auszubauen. Schließlich wurde die Garnisonsstadt mit dem Holländischen Viertel neu angelegt, doch sein wahres Gepräge hat erst Friedrich der Große der Stadt verliehen. Unser Rundgang führt uns ausgehend vom Alten Markt mit dem beherrschenden Kuppelbau der Nikolaikirche und dem ehemaligen Rathaus über den Marstall und die Breite Straße zum Wasserwerk, weiter zum Brandenburger Tor, der Friedenskirche und zu Schloss Sanssouci, das bei aller Intimität schon allein durch seine erhöhte Lage eine absolutistische Ausstrahlung hat. Ein Novum war die Bildergalerie, die als erster selbständiger Museumsbau Europas errichtet wurde. Nach einem Spaziergang durch die Parkanlagen gelangen wir zurück in die Stadt.  

 

4. Tag

Schloss Rheinsberg – Heiligengrabe – Neuruppin

Friedrich der Große verbrachte als Kronprinz die glücklichste Zeit seines Lebens in Rheinsberg. Sein jüngerer Bruder Prinz Heinrich schuf hier einen Musenhof und gestaltete den Garten. Theodor Fontane setzte der Stadt ein literarisches Denkmal. Am Nachmittag sehen wir Heiligengrabe, ein Zisterzienser-Nonnenkloster aus dem späten 13. Jahrhundert, das nach der Reformation als evangelisches Damenstift weiterlebte. Zum Abschluss Spaziergang durch Neuruppin, das 1787 abgebrannt von Bernhard Matthias Brasch im frühklassizistischen Stil wiederaufgebaut wurde. Aus dieser Zeit stammen das Rathaus und die Stadtkirche St. Marien, während die Dominikanerkirche noch ein gotischer Bau mit zarten Reliefdarstellungen am Altar ist.

                                                                           

5. Tag                   

Berlin

Heute wollen wir Berliner Luft schnuppern. Wir spazieren vom Brandenburger Tor vorbei an zahlreichen prominenten Bauten des historischen Berlin zur Museumsinsel. Nach einem Rundgang durch die Alte Nationalgalerie bietet sich die Gelegenheit, eine der aktuellen Ausstellungen anzuschauen. 

 

6. Tag

Spreewald – Cottbus

Mit dem Bus fahren wir durch den idyllisch anmutenden Spreewald nach Cottbus. Die ersten Siedler waren Slawen, die sich auf den von zahlreichen Nebenarmen der Spree gebildeten Inseln niederließen. Noch heute ist die Kultur dieses Landstriches sorbisch geprägt. Wir sehen die Hauptorte Lübben und Lübbenau sowie die Schinkelkirche im Spreewalddorf Straupitz. Zum Abschluss sehen wir die schöne Altstadt von Cottbus mit dem Altmarkt und der Nikolaikirche sowie das außergewöhnliche Jugendstiltheater.

                                                                              

 7. Tag                               

Jüterbog – Kloster Zinna

Unser letzter Ausflug führt uns zunächst nach Jüterbog, den Hauptort des Niederen Fläming, der eine leichte Erhebung eiszeitlicher Prägung darstellt. Unter Erzbischofs Wichmann gerät der Ort unter den Einfluss des Erzstiftes und erhält 1174 das Magdeburger Stadtrecht. Die historische Altstadt liegt noch heute teilweise im alten Stadtmauerring. Wir sehen das eindrucksvolle Dammtor, das spätgotische Rathaus mit schönem Staffelgiebel und reichem Gerichtslaubenvorbau, und die Hauptpfarrkirche St. Nikolai mit stattlicher Doppelturmanlage und reicher Ausstattung aus der Zeit der Spätgotik. In der Dammvorstadt liegt die älteste Kirche der Stadt, die Liebfrauenkirche. Kloster Zinna wurde nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt als Zisterzienserkloster gegründet. Nach der Unterwerfung der Wenden gelten die Zisterzienser als die idealen Kolonisatoren. Erfolgreich geworden, mischt sich der strenge Geist des hohen Mittelalters mit Attributen des Reichtums wie Staffelgiebeln und Wandmalereien.              

 

8. Tag

Individuelle Rückreise

Ihr Reiseleiter:

Michael Groß wurde 1960 in München geboren. Nach dem Gymnasium folgte das Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Literatur in München, das er 1993 mit einer Arbeit über die italienische Frührenaissance abschloss. Als Reiseleiter ist er seit 1987 unterwegs, mit den Schwerpunkten Italien, Spanien, Frankreich und Britische Inseln. Neben der klassischen Studienreise führt er auch Wander- und Fahrradstudienreisen.

Die Tätigkeit des Studienreiseleiters ist Herrn Dr. Groß ans Herz gewachsen. Mit großer Begeisterung versteht er es, die europäische Kultur in ihren Zusammenhängen darzustellen und im lebendigen Rahmen einer Reise anschaulich zu machen. Schauen und Genießen – dieses Motto gilt jedoch für ihn nicht nur für die Kunst, sondern auch für die Schönheiten der Natur und die Freuden des Gaumens.

Reisepreis ab und bis Potsdam                

bei Buchung bis 30.10.2017                     €     1 790                    Zuschlag Einzelzimmer                              €      150

bei Buchung ab 01.11.2017                      €     1 990                   

bei mehr als 11 Teilnehmern         abzgl. €     100

 

 Der Reisepreis schließt folgende Leistungen ein:

·       7 Übernachtungen in dem genannten oder gleichwertigen Hotel, Doppel- oder Einzelzimmer (wie gebucht) mit Bad und WC

·       Reichhaltiges Frühstücksbuffet an allen Tagen

·       Halbpension (Mittag- oder Abendessen) an allen Tagen inklusive Getränke

·       Qualifizierte Studienreiseleitung

·       Fahrten mit einem Bus entsprechend der Gruppengröße oder den öffentlichen Verkehrsmitteln

·       Alle Eintrittsgelder für Besichtigungen wie im Programm beschrieben

·       Bedienungs- und Trinkgelder bei den eingeschlossenen Mahlzeiten und Besichtigungen

 

Nicht eingeschlossen sind persönliche Trinkgelder im Hotel oder für den Busfahrer. Ebenfalls nicht eingeschlossen ist die Reise-Rücktrittskosten-Versicherung. Sollten Sie nicht über eine solche verfügen, raten wir Ihnen dringend dazu eine Reise-Rücktrittskosten-Versicherung ab zu schließen. Entsprechende Unterlagen erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung.

  

Buchungen und Zahlungen:

Buchungen für diese Reise sind ausschließlich beim Veranstalter möglich. Nach Erhalt der Buchungsbestätigung und des Sicherungsscheines ist eine Anzahlung von € 200 fällig, die Restzahlung 3 Wochen vor Reisebeginn. Die Reiseunterlagen werden ca. 10 Tage vor Reisebeginn verschickt.

 

Reisevereinbarungen:

Es gelten die Reisevereinbarungen des Veranstalters MKN-AktivReisen GmbH, Bergmannstraße 3, 80339 München, die mit der Anmeldung anerkannt werden.

 

Teilnehmerzahl:          

Mindestens 6, höchstens 15 Personen

Bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl kann die Reise bis spätestens 3 Wochen vor Abreise von Seiten des Veranstalters abgesagt werden.

 

Stand der Ausschreibung:                          

September 2017 (Änderungen vorbehalten)